Über Politikon

Über Politikon

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Falschmeldungen und Desinformation sind die Politik- und Sozialwissenschaften mehr denn je in der Pflicht, ihre Befunde und Kenntnisse in den öffentlichen Diskurs einzubringen.

Deshalb gründen wir Politikon.

Unter Sozialwissenschaften verstehen wir Disziplinen, die im weitesten Sinn das gesellschaftliche und politische Zusammenleben der Menschen untersuchen. Das beinhaltet nicht nur die Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften, sondern auch die Anthropologie, Geschichtswissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Psychologie und Rechtswissenschaft.

Wir veröffentlichen prägnante Analysen aktueller Ereignisse von Kolleg*innen, die über besondere Expertise auf dem jeweiligen Gebiet verfügen. Außerdem prüfen wir Behauptungen im öffentlichen Diskurs und unterscheiden belegte von unbelegten Thesen. Wenn Vereinfachungen oder Falschinformationen um sich greifen, erheben wir unsere Stimme.

Unser Leitbild

Politikon ist ein politisch neutrales Forum, aber wir sind keineswegs haltungslos. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Menschenrechte bilden unseren normativen Rahmen.

Wir achten und schützen die Würde der Menschen. Wir sind der Wahrhaftigkeit und der Wissenschaftsfreiheit verpflichtet. Und wir treten für Demokratie und ein diskriminierungsfreies Miteinander ein.

Unsere 10 Grundprinzipien

Politikon basiert auf zehn unabänderlichen Grundprinzipien. Sie definieren unser Selbstverständnis und bilden die Richtschnur für alle unsere redaktionellen Entscheidungen:

1. Wir sind gemeinnützig.

Als eine vom Berliner Finanzamt anerkannte Non-Profit-Organisation verfolgt Politikon ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Wir haben keine kommerziellen Interessen und sind nicht gewinnorientiert. Unsere Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, die Gesellschaft als Ganzes zu unterstützen.

2. Wir sind unabhängig.

Politikon ist unabhängig von den Interessen Dritter. Wir nehmen keine Rücksicht auf die Präferenzen politischer oder wirtschaftlicher Akteure. Unsere Förderer*innen und Kooperationspartner*innen haben keinen Einfluss auf die Arbeit unserer Redaktion. Wir sind allein der Suche nach der Wahrheit verpflichtet.

3. Wir sind überparteilich.

Wir stehen keiner politischen Sichtweise oder Gruppierung nahe. Das schließt nicht aus, dass einzelne Autor*innen engagiert Stellung nehmen und Partei ergreifen. Wir ermutigen sie sogar, Haltung zu zeigen und Standpunkte zu beziehen. Solche individuellen Meinungsäußerungen kennzeichnen wir eindeutig als Kommentare und unterscheiden sie damit von den Berichten und Analysen im Magazin. In der Gesamtheit der Beiträge auf Politikon soll die Vielfalt der bestehenden Standpunkte Ausdruck finden.

4. Wir sind für alle kostenfrei zugänglich.

Wir sind der Überzeugung, dass alle ein Recht auf freien Zugang zu Wissen haben, das mit Hilfe von Steuermitteln erzeugt wurde. Unseren Journalismus betrachten wir als ein öffentliches Gut. Deshalb verpflichten wir uns, alle unsere Inhalte dauerhaft kostenfrei zur Verfügung zu stellen. So wollen wir insbesondere auch Menschen mit geringem Einkommen Zugriff auf qualitativ hochwertige Informationen geben und Teilhabe an der öffentlichen Kommunikation ermöglichen.

5. Wir sind vollständig werbefrei.

Immer mehr Medienhäuser platzieren auf ihren Websites aggressive Reklame und als journalistische Beiträge getarnte Werbung. Politikon dagegen ist vollständig werbefrei. Es wird bei uns weder Anzeigenbanner noch von Sponsoren finanzierte Auftragsarbeiten geben. So wollen wir unseren Nutzer*innen nicht nur eine möglichst ungestörte Lese-Erfahrung bieten; wir bewahren auch unsere Glaubwürdigkeit.

6. Wir sind egalitär und intergenerationell.

Politikon ist ein egalitäres und intergenerationelles Projekt, bei dem sich alle Mitwirkenden – vom Doktoranden bis zur emeritierten Professorin – gleichberechtigt begegnen. Gemäß Jürgen Habermas’ Theorie der deliberativen Demokratie sollen sich nicht Macht oder Status in der Debatte durchsetzen, sondern allein der „zwanglose Zwang“ des besseren Arguments. Das bedeutet auch, dass wir unsere Nutzer*innen nicht bevormunden, sondern als Diskussionsteilnehmer*innen ernst nehmen. Wir streben nach einem auf wechselseitiges Lernen ausgerichteten Dialog auf Augenhöhe.

7. Wir sind sowohl kritisch als auch aufgeschlossen gegenüber Kritik.

Die Wissenschaft kann immer nur vorläufige Antworten auf Forschungsfragen geben. Im Lauf der Zeit werden diese Antworten aufgrund neuer Erkenntnisse angepasst oder verworfen. Auf Politikon werden wir vorhandenes Wissen und etablierte Meinungen kritisch prüfen. Gleichzeitig bemühen wir uns, aufgeschlossen zu sein gegenüber Kritik an unseren eigenen Befunden, Sichtweisen und Vorurteilen. Anstatt nur nach Belegen für unsere Positionen zu suchen, wollen wir auch die Bereitschaft zum Selbstzweifel kultivieren.

8. Wir sind offen für andere Meinungen.

Wissenschaft bedeutet für uns u.a. freies und mitunter befreiendes Denken. Wenn Kolleg*innen neuartige oder abweichende Meinungen vertreten, laden wir sie ein, diese zu äußern und zu begründen. Auf Politikon kann jedes Argument – ob genehm oder unpopulär – diskutiert und gegebenenfalls entkräftet werden, solange dabei nicht die Grundrechte anderer verletzt werden oder gegen die geltenden Gesetze verstoßen wird. Wir debattieren engagiert, hören einander zu und halten uns dabei an das diskurs-ethische Toleranzprinzip. D.h. wir achten Menschen auch dann als Mitbürger*innen, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass ihr Denken inhaltlich oder moralisch falsch ist.

9. Wir haben hohe ethische Standards bei unserer Finanzierung.

Wir wollen kein Geld aus moralisch fragwürdigen Quellen. Politikon finanziert sich ausschließlich durch Spenden von gemeinnützigen Stiftungen, Organisationen der Wissenschaftsförderung, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, Trägern der politischen Bildung und einzelnen Mitbürger*innen. Wir definieren Spenden als freiwillige Geld-, Sach- oder Dienstleistungen, die ohne jegliche Gegenleistung erfolgen. Die Förderer*innen handeln allein aus altruistischen Motiven. Sogenanntes Sponsoring – Mittel für eine kommunikative Gegenleistung – akzeptieren wir nicht. Wenn Spender*innen Tätigkeiten nachgehen, die mit dem Leitbild von Politikon unvereinbar sind, geben wir ihnen ihr Geld zurück. Wir veröffentlichen die Namen aller unserer Förderer*innen und die Art ihrer Unterstützung bzw. den Betrag ihrer Spende auf unserer Website. So stellen wir die notwendige Transparenz her, um unsere redaktionelle Unabhängigkeit überprüfbar zu machen.

10. Wir legen die Herkunft und Verwendung unserer Mittel offen.

Wir veröffentlichen auf unserer Website jedes Jahr einen detaillierten Rechenschaftsbericht über die Herkunft und Verwendung unserer Mittel. Darin führen wir auch die Gehälter unserer Geschäftsführung und Redaktionsleitung auf und beschreiben die Kooperationen mit anderen Organisationen und Institutionen.

Das Berliner Finanzamt wacht darüber, dass wir unsere Mittel angemessen und sachgerecht einsetzen. Es wird in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob wir sie ausschließlich und unmittelbar für unsere gemeinnützigen Zwecke verwenden und niemanden durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.

Außerdem nennen unsere Autor*innen unter ihrem jeweiligen Beitrag auf Politikon ihre beruflichen Anbindungen, die finanziellen Quellen ihrer in dem Beitrag dargestellten Forschung und alle Umstände, die Zweifel an ihrer Unvoreingenommenheit wecken könnten. So stellen wir sicher, dass ihre Befunde und Argumente nicht durch Interessen Dritter beeinflusst wurden.

Wir sind transparent

Informieren erfordert Vertrauen; Vertrauen bedarf Transparenz. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft von Transparency International Deutschland angeschlossen. Mehr Informationen dazu findest Du hier (Link).